Die Partikelhärte ist ein Qualitätsindikator, dem Futtermittelhersteller große Aufmerksamkeit schenken. Bei Tierfutter führt eine hohe Härte zu schlechter Schmackhaftigkeit, reduzierter Futteraufnahme und kann sogar bei Saugferkeln zu Mundgeschwüren führen. Eine zu geringe Härte hingegen erhöht den Pulveranteil. Insbesondere bei großen Pellets für mittelgroße und große Schweine sowie mittelgroße Enten beeinträchtigt die geringe Härte die Futterklassifizierung. Wie lässt sich sicherstellen, dass die Futterhärte den Qualitätsstandards entspricht? Neben der Anpassung der Futterrezeptur hat die Verarbeitungstechnologie einen entscheidenden Einfluss auf die Härte von Pelletfutter.
1. Der Einfluss des Mahlprozesses auf die Partikelhärte.
Der entscheidende Faktor für die Partikelhärte im Mahlprozess ist die Korngröße des Rohmaterials: Generell gilt: Je feiner die Korngröße, desto leichter verkleistert die Stärke während der Konditionierung und desto stärker ist die Bindung im Pellet. Je schwerer das Material zu brechen ist, desto höher ist die Härte. In der Praxis müssen die Anforderungen an die Korngröße entsprechend der Produktionsleistung verschiedener Tiere und der Größe der Ringdüse angepasst werden.
2. Der Einfluss des Aufblähprozesses auf die Partikelhärte
Durch das Puffen von Rohstoffen lassen sich Toxine entfernen, Bakterien abtöten, Schadstoffe eliminieren, Proteine denaturieren und die Stärke vollständig verkleistern. Gepuffte Rohstoffe werden derzeit hauptsächlich für die Herstellung von hochwertigem Ferkelfutter und Spezialfutter für Wassertiere verwendet. Bei Spezialfutter für Wassertiere erhöht das Puffen den Stärkeverkleisterungsgrad und die Härte der entstehenden Partikel, was die Stabilität im Wasser verbessert. Für Ferkelfutter sind knusprige, aber nicht zu harte Partikel wichtig, um die Fütterung der Ferkel zu erleichtern. Aufgrund des hohen Stärkeverkleisterungsgrades ist die Härte der gepufften Ferkelpellets jedoch ebenfalls relativ hoch.
3. Ergänzen Sie die Informationen zum Einfluss des Öleinspritzprozesses auf die Härte des Speisewassers.
Durch das Mischen der Rohstoffe lässt sich die Gleichmäßigkeit der Partikelgrößenverteilung verbessern, was zu einer weitgehend konstanten Partikelhärte und somit zu einer höheren Produktqualität beiträgt. Bei der Herstellung von Hartfutterpellets verbessert die Zugabe von 1–2 % Feuchtigkeit im Mischer die Stabilität und Härte des Pelletfutters. Allerdings beeinträchtigt ein erhöhter Feuchtigkeitsgehalt die Trocknung und Kühlung der Partikel und erschwert die Lagerung. Bei der Herstellung von Feuchtfutterpellets können dem Pulver bis zu 20–30 % Feuchtigkeit zugesetzt werden. Die Zugabe von ca. 10 % Feuchtigkeit während des Mischprozesses ist einfacher als während der Konditionierung. Die aus Materialien mit hohem Feuchtigkeitsgehalt hergestellten Granulate sind weich, haben eine geringe Härte und eine gute Schmackhaftigkeit. Dieses Feuchtfutterpellets eignet sich für den Einsatz in großen Tierhaltungsbetrieben. Feuchtfutterpellets sind in der Regel schwer zu lagern und müssen unmittelbar nach der Herstellung verfüttert werden. Die Zugabe von Öl während des Mischprozesses ist ein gängiges Verfahren in der Futtermittelproduktion. Die Zugabe von 1 bis 2 % Fett hat nur geringen Einfluss auf die Verringerung der Härte der Partikel, während die Zugabe von 3 bis 4 % Fett die Härte der Partikel deutlich verringern kann.
4. Einfluss der Dampfkonditionierung auf die Partikelhärte.
Die Dampfkonditionierung ist ein Schlüsselprozess bei der Pelletierung von Futtermitteln. Der Konditionierungseffekt beeinflusst direkt die innere Struktur und das Aussehen der Pellets. Dampfqualität und Konditionierungsdauer sind zwei wichtige Faktoren, die den Konditionierungseffekt beeinflussen. Hochwertiger, trockener und gesättigter Dampf liefert mehr Wärme, um die Materialtemperatur zu erhöhen und die Stärke zu verkleistern. Je länger die Konditionierungsdauer, desto höher der Verkleisterungsgrad der Stärke. Ein höherer Verkleisterungsgrad führt zu einer dichteren Partikelstruktur nach der Pelletierung, besserer Stabilität und größerer Härte. Für Fischfutter werden üblicherweise doppel- oder mehrlagige Dampfbehandlungsmäntel verwendet, um die Konditionierungstemperatur zu erhöhen und die Konditionierungsdauer zu verlängern. Dies trägt zur Verbesserung der Stabilität der Fischfutterpartikel im Wasser bei, und die Härte der Partikel erhöht sich entsprechend.
5. Der Einfluss der Ringmatrize auf die Partikelhärte.
Technische Parameter wie die Matrizenöffnung und das Kompressionsverhältnis der Ringmatrize einer Futterpelletpresse beeinflussen die Härte der Pellets. Die Härte der Pellets, die mit Ringmatrizen gleicher Öffnung, aber unterschiedlichen Kompressionsverhältnissen hergestellt werden, steigt mit zunehmendem Kompressionsverhältnis deutlich an. Durch die Wahl einer Ringmatrize mit geeignetem Kompressionsverhältnis lassen sich Partikel mit der gewünschten Härte erzeugen. Die Partikellänge hat einen signifikanten Einfluss auf die Druckfestigkeit der Partikel. Bei Partikeln gleichen Durchmessers und ohne Defekte gilt: Je größer die Partikellänge, desto höher die gemessene Härte. Durch Anpassen der Schneideposition zur Sicherstellung einer geeigneten Partikellänge kann die Härte der Partikel im Wesentlichen konstant gehalten werden. Auch der Partikeldurchmesser und die Querschnittsform beeinflussen die Partikelhärte. Darüber hinaus hat das Material der Ringmatrize einen gewissen Einfluss auf die Aussehensqualität und die Härte der Pellets. Es bestehen deutliche Unterschiede zwischen Futterpellets, die mit Ringmatrizen aus herkömmlichem Stahl und solchen aus Edelstahl hergestellt wurden.
6. Der Einfluss des Nachbehandlungsprozesses auf die Partikelhärte.
Um die Lagerfähigkeit von Futtermitteln zu verlängern und deren Qualität innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu verbessern, ist eine Trocknung und Kühlung der Futterpartikel erforderlich. Härtemessungen an Partikeln desselben Produkts mit unterschiedlichen Kühlzeiten ergaben, dass Partikel mit geringer Härte kaum von der Kühlzeit beeinflusst werden, während die Härte von Partikeln mit höherer Härte mit der Kühlzeit zunimmt. Mit zunehmender Kühlzeit sinkt die Partikelhärte. Dies ist vermutlich auf den Wasserverlust in den Partikeln zurückzuführen, der deren Sprödigkeit erhöht und somit die Härte beeinflusst. Weiterhin zeigte sich, dass die Härte der schnell abgekühlten Partikel geringer war als die der langsam abgekühlten, und dass die Anzahl der Oberflächenrisse zunahm. Zudem ist anzumerken, dass das Zerkleinern großer, harter Partikel die Partikelhärte deutlich reduzieren kann.
Veröffentlichungsdatum: 14. März 2024










