Vor dem Einbau der Presswalzen müssen die Teile in der Montageöffnung sorgfältig gereinigt und eingefettet werden. Die große Seite der linken Walze zeigt nach oben rechts, die große Seite der rechten Walze nach unten links. Die Pressplatte wird in die Öffnung eingesetzt.
1. Das Walzenspiel wird durch Drehen der Exzenterwelle gegen den Uhrzeigersinn (Verkleinerung) bzw. im Uhrzeigersinn (Vergrößerung) eingestellt. Die neue Ringmatrize sollte mit einer neuen Presswalze mit einem Spiel von ca. 0,2 mm und einem üblichen Produktionsspiel von 0,3 mm ausgestattet sein. Die Einstellung des Walzenspiels ist entscheidend. Ist das Spiel zu klein, liegt die Walze direkt an, der Verschleiß erhöht sich und die Kante der Hornöffnung wird durch das Walzen beschädigt. Ist das Spiel zu groß, wird der Ausstoß beeinträchtigt, die Maschine kann blockieren oder sogar die Granulierung verhindern. Erfahrungsgemäß ist es beim manuellen Drehen der Ringmatrize vorteilhaft, wenn sich die Druckwalze passiv dreht.
2. Die axiale Passung der Presswalze und der Ringmatrize bedeutet im Wesentlichen, dass die axiale Position der Presswalze und der Arbeitsfläche der Ringmatrize korrekt sein muss. Die meisten Arbeitsflächen der Presswalze sind 4 mm breiter als die der Ringmatrize. Optimal ist eine gleichmäßige Verteilung von 2 mm nach vorn und hinten. Zur Messung wird der Abstand zwischen der Stirnfläche der Ringmatrize und der Stirnfläche der Presswalze mit einem Tiefenmessschieber ermittelt. Anschließend wird geprüft, ob die Passung vor der Justierung plausibel ist. Abweichungen treten üblicherweise nach dem Austausch des Hauptwellenlagers oder der Verwendung von nicht standardmäßigen Presswalzen und Zubehörteilen auf.